Valparaiso

Valparaiso ist eine chilenische Hafenstadt nördlich von Santiago de Chile. Sie ist bekannt durch die farbenfrohen Häuser auf den Hügeln der Stadt. Im unteren Bereich der Stadt Richtung Hafen ist hektische Betriebsamkeit. Etliche Autos und Busse fahren durch die Straßen, am Straßenrand stehen Händler und es ist unheimlich laut. An mehreren Stellen fahren Aufzüge (eigentlich eher Seilbahnen) auf die Hügel. Wir sind natürlich erstmal hoch gelaufen, wir haben ja auch massig Zeit. Morgens ist nämlich noch nichts los, bzw. alle Cafés haben noch zu.

Diese Aufzüge wären perfekt für Gelnhausen. Einer die Schmidtgasse hoch, einer die Dürich. Würde uns reichen. Die Finanzierung wäre sicher etwas schwierig, denn hier kostet eine Fahrt, egal ob hoch oder runter, 100 Pesos – das sind 13 Cent. Wir haben heute den Aufzug nach unten genommen, ist schonender für die Knie ;-)

Der Cerro Alegre ist der bei Touristen beliebte Hügel, hier sind auch viele Restaurants, Hotels und Kunstgalerien. Die bunt bemalten Häuser stehen dicht an dicht, kunstvoll bemalte Häuser neben halb verfallenen Gebäuden. Wir werden in den nächsten Tagen mal den direkten Vergleich haben, wenn wir mal abends in die Ecke gehen. Heute gegen 11 Uhr war noch nicht so viel los. Hier ein erster Eindruck:

Cementerio de la Recoleta

Friedhöfe in anderen Ländern sind ja immer interessant und der Friedhof La Recoleta in Buenos Aires ist es auch. Wie in einer Reihenhaussiedlung steht hier Gruft an Gruft. Einige sehr schlicht, andere pompös. Vernachlässigte und super gepflegte Grabstätten nebeneinander. Etwas seltsam wirkt es, zum Teil die Särge darin zu sehen. Und auch hier sind wieder einige auf Hochglanz geputzt, andere halb verfallen. Nach oben sind die Gruften offen, meistens geht es per Treppe noch weiter unter die Erde. Bei einigen war heute Putztag und der Marmor wurde gewienert.

Auf besonderen Wunsch von Frau B. besuchten wir dann natürlich Anziehungspunkt Nummer eins auf diesem Friedhof. Das Grab von Evita, Eva Perón.  Ganze Reisebusse werden hier rausgelassen und rumgeführt. Also nicht zu verfehlen, immer der Menschenmenge nach. Wir waren natürlich früh hier und waren noch fast alleine.

Vor dem Friedhof steht ein riesiger alter Baum, dessen tiefhängende Äste mit stabilen Säulen abgestützt sind. So bildet er ein schützendes Dach über viele Quadratmeter, fast bis über das Café, in dem wir dann Pause gemacht haben.

Buenos Aires hat übrigens nicht die gute Luft, die der Name der Stadt verspricht. Und wir haben noch keinen Werktag mit Berufsverkehr gehabt, denn heute ist Feiertag. Mal sehen, wie die Luft dann morgen ist.

Hier ein paar Fotos von heute:

Recoleta

 

San Telmo

Wir mussten heute natürlich den Flohmarkt in San Telmo besuchen. Der ist hier immer sonntags und wir sind nur diesen Sonntag hier in der Stadt.

San Telmo ist das älteste Stadtviertel von Buenos Aires, die Straßen sind aus grobem Kopfsteinpflaster und es hat insgesamt so eine Mischung aus runtergekommen und schick. Vor allem für die Touristen schick gemacht. Es gibt Tango zum Kaffee und massenhaft Souvenirs.

Der Flohmarkt ist schon klasse und es gibt richtig alte Sachen und viele handwerklich sehr ausgefallene Sachen. Viel aus Leder und Wolle und Silberschmuck. Und wir hatten unser erstes Steak zum Mittagessen. 350 Gramm, wir wollen’s ja nicht gleich übertreiben. Da saßen wir dann in einer 150 Jahre alten Kneipe, die täglich von 8 bis 4 Uhr aufmacht. San Telmo soll besonders abends rammelvoll sein, nachts dann aber eher ein nicht so sicheres Viertel. Das kann uns aber egal sein, zu der Zeit schlummern wir dann friedlich.

Hier sind jetzt die versprochenen ersten Bilder:

Redondo Beach

Wir waren faul und haben hier nicht zeitnah berichtet.
Morgens im Death Valley waren wir nochmal am Zabriskie Point. Sieht wirklich bei jedem Licht grandios aus. Leider waren zwei Highlights im Death Valley gesperrt, deswegen haben wir unseren Aufenthalt dort verkürzt und sind ans Meer gefahren.
Redondo Beach liegt nur 20 Meilen südlich von den Touristenattraktionen Chinese Theater und Hollywood Boulevard entfernt, ist so herrlich entspannt und heute ist das Wetter sogar mal gut.
Schöne Strandspaziergänge, Surfern zugucken, den Fang der Angler am Pier bewundern und danach in eine nette Kneipe. Was braucht man mehr?
Wir haben grandiose Landschaften gesehen, aber wir haben mehr mexikanische Gerichte als amerikanische gegessen. Nächstes Urlaubsziel ist also klar  :cool:

Death Valley

Nach einem Abend in Las Vegas mit der üblichen Casinotour (keinen Cent verloren), dem Toilettentest der großen Hotels (das Mirage hat mit Vorsprung gewonnen), den größten Spare-Rips der USA (sahen zumindest so aus) und der Übernachtung im Treasure Island mit Blick auf den Strip ist wieder Natur angesagt.
Hier kann man 30 Meilen fahren, ohne dass irgendwas ist. Und wo wir jetzt sind, ist es richtig tot. Im Tal des Todes.
Im Death Valley liegt der tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre, 85.5 Meter unter dem Meeresspiegel. Seltsame Gesteinsformationen gibt es hier, die haben wir so noch nie gesehen. Als hätte einer von oben Sandhäufchen aufgeschüttet… Ach, jetzt noch ein wenig mehr von dem Gelb. Und jetzt noch etwas mehr Dunkelbraun. Gerade vom Zabriskie-Point unheimlich beeindruckend. Salz für unsere Frühstückseier gäbe es am Devil’s Golf Course genug, aber wir haben noch eigenes. Wilde Tiere gibt es hier auch, aber der Kojote war sicher an Menschen gewöhnt, der suchte eindeutig einfaches Futter.
Jetzt sitzen wir im Stockdunklen um 17.35 Uhr vorm Zelt, und es ist hier so tot, dass wir natürlich auch kein Internet haben. Dieser Bericht erreichte Euch also mit Verspätung.