San Francisco 2

Cable Car fahren gehört in San Francisco dazu und ist natürlich auch eine Attraktion. An ein unterirdisch laufendes und immer rotierendes Stahlseil docken sich die Wagen an und werden dann praktisch wie am Lift gezogen. Der Gripman (Greifer) bedient den Greiferhebel und bremst an den steilen Hängen. Am Ende des 19. Jahrhunderts betrug das Streckennetz 190 km und es fuhren 600 Wagen. Durch die Erfindung des Automobils schrumpfte der Fuhrpark auf 37 Wagen und 16 km Strecke. Drei Linien gibt es noch und zur Hightime muss man lange anstehen. Zum Glück sind wir gleich morgens gefahren, da war der Andrang noch nicht so groß. Zum Teil weihnachtlich dekoriert zuckelten wir so die steilen Hügel hoch.

Steil ist es wirklich, und in der Lombard Street stellen sich die Autos sogar an, um die zehn Serpentinen nach unten zu fahren. Flach ist es dann vorne am Wasser und bei Pier 39 ist ein wahrer Rummel entstanden. Aber auf die Leute scheint es wie ein Magnet zu wirken. Seafood essen wir lieber anderswo. Und die Alcatraz -Tour haben wir uns auch geschenkt.
Ruhiger ist es, wenn man Richtung Golden Gate Bridge läuft, und gestern gab es sogar ein kostenloses Sandstrahlpeeling inklusive. Mann, was ein Sturm.

Busfahren kann man hier mit einfachen Pfadfinderkenntnissen auch ohne Plan. Einfach in passender Richtung einsteigen, bei Richtungswechsel den Bus wechseln und schon kommt man überall hin. Zum Beispiel nach Chinatown. Das fühlt sich an wie ein Länderwechsel. Allein hier leben 20000 Chinesen und die Läden versorgen sie. Ein Teil von Chinatown ist natürlich für die Touristen aufgehübscht und hier hängen dann bunte Lampions über der Straße.

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann noch zum Alamo Square gefahren, um die viktorianischen Häuschen vor der San Francisco-Kulisse zu sehen: Painted Ladies, aber jetzt war San Francisco wie angemalt im Schein der untergehenden Sonne.

Ansonsten kämpfen wir noch mit den neun Stunden Zeitunterschied und warten jetzt aufs Frühstück.

Übernachtung:  Columbus Motor Inn, 90 Dollar

 

Print Friendly, PDF & Email

Monterey

Vor dem Urlaub haben wir noch Straße der Ölsardinen von Steinbeck gelesen. Schauplatz ist Monterey zur Zeit der Sardinenfischerei und Konservenfabrik in Monterey. Heute lebt das Städtchen vorwiegend vom Tourismus – wie die meisten Orte die hier an der Küste liegen.
Von San Francisco haben wir den Highway #1 Richtung Süden genommen. Zum Großteil verläuft die Straße nah am Wasser und die Sonne schien auch. Ein perfekter Tag.
Pause haben wir beim Ano Nuevo State Park gemacht und uns die See-Elefanten-Kolonie angesehen. Was für fette, hässliche Teile. Die Weibchen ziehen gebrade ihre Jungen auf, während die Männchen in der Sonne liegen und ab und an mal Machtkämpfe führen. Ein aufregendes Leben.

Print Friendly, PDF & Email

Pismo Beach

Bei der Abfahrt aus Monterey haben wir natürlich der Cannery Row noch einen Besuch abgestattet. Was ein Buch für einen Ort bewirken kann. Hier sieht man Steinbeck überall. Und durch den Tourismus geht es den Leuten hier heute finanziell besser als zur Hightime der Sardinenfischerei.
Der Highway #1 ist eine fantastische Küstenstraße. Immer nah am Meer entlang bieten sich tolle Ausblicke und man muss dauernd anhalten. Denn wir hatten zusätzlich zu den wunderschönen Aussichten auch Sicht auf die nach Süden ziehenden Wale. „Er bläst“ war unser Standardruf. Gruppenweise ziehen sie Richtung Mexiko. Wie wir auch – und mit 150 Kilometern am Tag sind wir etwa gleich schnell.
Immer wieder sind an der Küste fantastische Strände und die coolen Surfer zu sehen. Die coolen Jungs und Mädels sieht man auch hier in Pismo Beach, und wer noch nicht cool genug aussieht, der findet hier passende Klamotten oder das fehlende Tattoo. Aus irgendeinem Grund gibt es aber an diesem 10 km langen Strand keine Kneipe oder Restaurant mit Blick aufs Meer. Haben die Kalifornier den Blick schon satt? Oh nein, nicht auch noch beim Essen! Wir hätten es schön gefunden…
Übrigens haben wir auf der Strecke auch Seeelefanten gesehen. Was wir uns im Año Nuevo State Park in einer dreistündigen Wanderung erarbeitet haben, liegt hier direkt in Parkplatznähe am Strand.

Print Friendly, PDF & Email

Santa Barbara

Santa Barbara liegt auch an der Küste und ist ein schmuckes Badeörtchen mit einer hohen Anzahl an dort wohnenden Promis. Wir haben natürlich keinen gesehen, hätten wohl auch keinen erkannt. Dafür haben wir uns das Gerichtsgebäude angesehen. Wirklich toll. Im Stil spanischer Missionen erbaut, entdeckt man überall gekachelte Wunderwerke und riesige Gemälde. Santa Barbara gilt als Hauptstadt der kalifornischen Riviera und die Häuser hier kosten das Doppelte wie sonst in Kalifornien. Auch hier ist der Strand ewig lang und es tummeln sich die Surfer. Natürlich nur in Neoprenanzügen, denn das Wasser ist arschkalt.
Übernachtet haben wir in Ventura, etwas weiter die Küste runter. In der netten Innenstadt kann man schön bummeln und gegessen haben wir auch gut. Sonne haben wir den ganzen Tag, aber die Temperaturen sind morgens nicht kalifornisch: Wir mussten Eis kratzen. Tagsüber wird es zwar milder, aber so langsam freuen wir uns auf die wärmeren Gefilde in Mexiko. Wie die Wale auch, die wir gestern etwas aus den Augen verloren haben. Jetzt geht es Richtung San Diego mit einem Abstecher Los Angeles.

Print Friendly, PDF & Email