Salta

Salta, la linda – Salta, die Schöne. So sagt man zumindest. Eine schöne Stadt in einer noch schöneren Umgebung. Wir sind von Buenos Aires hierher geflogen, um uns davon zu überzeugen und den Norden Argentiniens zu erkunden. Der Plan war ursprünglich, dass wir die Strecke mit dem Bus fahren. Aber im März auf der ITB hatten wir am Argentinien-Stand nach dem Bus gefragt und wurden ganz erstaunt angeguckt. Mit dem Bus? Warum denn das, da geht doch ein Flugzeug! Na dann, 2 Stunden im Vergleich zu 20 ist ein Argument. Und wir werden hier noch genug Bus fahren.

So sind wir jetzt in Salta angekommen und der erste Rundgang war super. Wir gehen das morgen mal ganz in Ruhe an.

 

 

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Rundgang durch Salta

Am Morgen sind wir nach einem kleinen Rundgang mit der Seilbahn auf den Berg gefahren. Toller Blick über die Stadt, aber völlig überteuert. Für das gleiche Geld fahren wir morgen mit dem Bus weiter nach Norden. Oben auf dem Berg ist alles schön für Touristen hergerichtet, aber nach 20 Minuten hat man alles gesehen. Dann war es spät genug und das Museum war auf.

Direkt am Hauptplatz in Salta liegt das MAAM – Museo de Arqueología de Alta Montaña, das örtliche Archäologiemuseum. Es wurde eigens eröffnet, um den Fund von drei Inka-Kindern zu dokumentieren. Ihre mumifizierten Leichen wurden 1999 am Vulkan Llullaillaco in über 6000 Metern Höhe gefunden. Wegen der trockenen, kalten Luft sind sie auch nach über 500 Jahren noch gut erhalten. Das Museum erzählt die Geschichte der Kinder, wie sie als Menschenopfer dargebracht wurden. Die beiden sechs und sieben Jahre alten Kinder, ein Junge und ein Mädchen, und eine 15 Jahre alte Frau wurden am Ziel ihrer Reise mit Maisschnaps betäubt und dann begraben. Mit den Mumien wurden viele persönlichen Dinge gefunden, wie Puppen, Nähzeug, Kamm usw. Im Museum sind die Mumien immer wechselweise ausgestellt. Momentan ist der Junge zu sehen. Unglaublich, wie so fortschrittliche und gebildete Völker das Ritual der Menschenopfer haben konnten.

Fotografieren im Museum ist verboten daher hier ein Link: https://www.argentina-excepcion.com/es/guia-viaje/arqueologia-etnologia/maam-salta

Ansonsten ist Salta sehr schön, am Hauptplatz kann man schön sitzen und Leute gucken, und wir haben hervorragend und preiswert gegessen. Und es geht in Argentinien auch mal ohne Fleisch. Morgen geht es noch weiter in den Norden Richtung bolivianische Grenze.

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Tilcara

In Argentinien kann man sehr gut mit dem Bus reisen. Bequeme Sitze und mehr Platz als im Flugzeug. Wenn nicht die blöde Sache mit dem laufenden Fernseher wäre. Echt nervig, auch wenn er heute nur die letzte der dreieinhalb Stunden lief. Beim Einladen des Gepäcks bekommt man einen Schnippel, mit dem man es dann am Zielort wieder zurück bekommt. Da wurden dann wie beim Bingo nur die Nummern aufgerufen und leider gab es viele Touristen, die das mit den spanischen Zahlen nicht so drauf hatten. Hat alles etwas gedauert.

Jetzt sind wir noch weiter im Norden, die Grenzen nach Bolivien und Chile sind nur noch etwa 100 Kilometer entfernt. Tilcara liegt in der Quebrada de Humahuaca, einer breiten Schlucht, die durch ihre vielfarbigen Hügel auffällt. Die Stadt hat knapp 6000 Einwohner und alles, was das Touristenherz begehrt. Da wir uns jetzt auf 2450 Metern Höhe befinden und es nach unserer Ankunft tierisch heiß war, fällt Wandern heute aus. Müssen uns langsam an die Höhe gewöhnen, daher ist es mit einem kleinen Rundgang und Essen gehen getan. Morgen dann mehr.

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Garganta del diablo

Die Sonne brennt, es weht ein heißer Wind und es geht vier Kilometer bergauf. Klingt nach einer richtig tollen Wanderung, oder? Obwohl wir direkt nach dem Frühstück los sind, war es doch schon ganz schön heiß. Der Fußweg zur Teufelsschlucht ist ab der Brücke in Tilcara gut ausgeschildert. Anfangs noch Straße, dann Schotter, später Geröll. Und immer bergauf. Wir trösteten uns mit der Aussicht auf den tollen Rückweg. Apropos Aussicht – die war natürlich klasse und wurde hinter jeder Kurve besser. Diese vielfarbigen Felsformationen sehen schon toll aus. Am Ende des Weges traf der Wanderweg dann wieder auf die Straße und wir mussten uns am Weg zum Wasserfall dann in ein Buch eintragen. Mit Passnummer, falls jemand verloren geht. Dann ging es nur noch am Fluss entlang. Der Reiseführer sprach noch vom Baden am Fuße des Wasserfalls. Badeklamotten hätten wir dabei gehabt, aber das wäre eine Lachnummer geworden. Ein Wasserfällchen mit einem knöcheltiefen Becken… So kühlten wir nur unsere heißen Füße und traten den tollen Rückweg an. Ging irgendwie viel schneller als der Hinweg. Und jetzt mussten wir uns nicht dauernd umdrehen, sondern hatten die tollen Felsen immer im Blick. Als Belohnung gab’s im Ort zum Mittagessen Lama. Wir haben noch keins gesehen, aber schon mehrfach davon gegessen. Vielleicht war das auch das Einzige hier  :lol:

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