Tag 7: Lucca

Sind jetzt seit drei Wochen verheiratet. Und verstehen uns immer noch prächtig. Na gut, manchmal diskutieren wir über diese Blogeinträge. Eigentlich haben wir ja Aufgabenverteilung – einer kümmert sich um die Bilder, während der andere schreibt. Bei der Hitze heute stellte sich eine leichte Arbeitsunlust ein – aber nagut…

Heute war hier am Stadtwall ein riesiger Markt. Klamotten soweit das Auge reicht. Unterbrochen nur von zwei einzelnen Obstständen. Haben mal wieder nix gekauft. Wir sind lieber auf den Torre Guinigi geklettert – gefühlte 3000 Stufen hoch. Aber man hat eine tolle Sicht über die Stadt. Das Amphitheater sieht man leider nicht als komplettes Rund, aber das sieht von unten eh netter aus. Es wurde von der römischen Arena zum Marktplatz umgewandelt und es wohnt sich dort sicher auch nicht schlecht.

Da wir heute als Snack nur etwas Obst und ein Pfund Oliven auf dem Stadtwall hatten, gehen wir jetzt mal auf Nahrungssuche durch die Gassen. Fahren morgen übrigens ans Meer.

Print Friendly, PDF & Email

Tag 8 und 9: Marina di Pietrasanta

Nach reichlich Stadtkultur sind wir am Meer angekommen. Hier gibt es keine Museen oder Sehenswürdigkeiten, dafür aber „Bagni“. Das sind die italienischen Badeanstalten, im Querschnitt: Parkplatz, Umkleidekabinen und Duschen, Restaurant und schirmbestückte Reihen aus Sonnenliegen. Alles durchorganisiert, für 15 bis 20 Euro pro Person und Tag zu haben. Auf fünf Kilometer gibt es hier Hunderte davon, aber nur einen fünfzig Meter breiten „Public Beach“. Der war gestern, Sonntag, brechend voll. Wir dachten: Am Montag sieht das sicher besser aus. Und wir lagen richtig: niemand war da, allerdings hat es auch wie aus Kübeln gegossen, der erste Tag mit schlechtem Wetter. Dabei hatten wir uns gestern Abend sogar entschieden, mal ein „Bagno“ auszuprobieren… Ansonsten hat unser Hotel nicht den im Internet versprochenen Pool, das Sonnendeck ist gesperrt und einen Internetzugang haben wir hier auch nicht, es sei denn wir zahlen 10 Euro pro Stunde. Mittwoch fahren wir nach Cinque Terre, dann wird alles gut. (Wir hatten ja erwartet, dass uns die italienische „Strandkultur“ völlig abgeht, und die Erwartungen sind voll bestätigt worden).

Das Wetter hat sich gegen Mittag gebessert und wir konnten doch noch ein Bagno testen. Ergebnis: Sonnenbrand

 

Print Friendly, PDF & Email

Tag 10: Noch am Meer

Was wir heute gemacht haben, interessiert garantiert niemanden. Aber da sich hier jeden Tag Leute einfinden, die was von uns lesen wollen, kommt hier der heutige Bericht:
Wieder fünf Stunden unterm Schirm gelegen, wieder leckere hausgemachte Pizza gegessen, wieder zur netten Bar (Café, Restaurant, Eisdiele) gelaufen, um ins Internet zu können. Mussten schon vormittags zum Kaffee dort einlaufen, weil wir morgen nach Cinque Terre fahren wollen und noch eine Unterkunft brauchten. Mein Gott, was würden wir ohne Internet machen. Im Prospekt von Cinque Terre gibt es nur in zwei von den fünf Dörfern überhaupt Unterkünfte. Und in die beiden wollten wir eben nicht. Aber Dank der netten Bar (Café,…) konnten wir was für Mittwoch und Donnerstag buchen. Und dann gibt es auch wieder ein paar nette Fotos für unsere Leserschaft. Und wir können mal wieder ohne Bagno aufs Meer gucken. Diese aneinander gereihten Badeanstalten versperren einem nämlich immer den Blick und werben auch mit „Terrasse mit Meerblick“. Den Meerblick haben wir ab morgen wieder ¬ Strand dafür weniger, aber unsere sonnen- (eigentlich schattengeschädigte) Haut wird es uns danken.

Print Friendly, PDF & Email

Tag 11: Cinque Terre

Mit Bus und zwei Zügen sind wir heute die 58 Kilometer nach Vernazza (Cinque Terre) gefahren. Hier ist es erholsam: keine Bagni, kein (motorisierter) Verkehr, freie Sicht aufs Meer, Klippen, Gischt, steile Gässchen usw. Verständigung ist auch kein Problem, weil Cinque Terre als Top-Destination in allen Ami-Reiseführern steht. Der Ort wird hauptsächlich von Tagestouristen bevölkert, so dass es am Abend schön ruhig wird. Jedenfalls: Reichlich Kontrast zum Rest der toskanischen Küste, die wir in den vergangenen Tagen erlebt haben. Zwischen den fünf Cinque-Terre-Dörfern gibt es viele Wanderwege durch die Klippen, morgen machen wir uns auf die Socken.

Print Friendly, PDF & Email

Tag 12: alle Dörfer

Unsere Socken qualmen. Wir sind heute zu allen fünf Cinque Terre-Dörfern gewandert. Waren nur zirka 15 Kilometer, dafür aber immer hoch und runter. Leider haben wir verpasst, die Stufen zu zählen. Zwischen einigen Dörfern sind die Strecken sehr einfach, haben aber dennoch schöne Ausblicke. Die Abschnitte zwischen Monterosso und Vernazza und Vernazza und Corniglia bekommen von uns ein „HC“ – ist ja gerade Tour de France. Der „Via dell‘ Amore“ zwischen Manarola und Riomaggiore ist der einfachste, damit man vor dem Heiratsantrag nicht ins Schwitzen kommt; aber das hat sich ja bei uns erledigt. Die meisten machen immer nur ein, zwei Dörfchen pro Tag, was bei 35 Grad ratsam ist, aber soviel Zeit hatten wir nicht. Schließlich kann etwas Extremsport nicht schaden. Und wir sahen sogar einige ganz sportliche Amis, die den Weg gejoggt sind und trotz Rucksack mit integriertem Trinksystem im nächsten Ort erstmal ein Corona zischten. Wir haben das Bier auf später verschoben.
Gestern Abend waren wir übrigens ganz toll essen, im Fischrestaurant (mal nicht Pizza) hoch oben über dem Dorf und mit Blick aufs Meer rechts und links. Siehe Beweisbilder.

Print Friendly, PDF & Email

Tag 13: Mailand

Sind zurück in der Stadt der Mode. Da wir vor knapp zwei Wochen alle „Must-Sees“ sahen, haben wir uns heute auf Trendsuche begeben. Um es überschaubar zu halten, konzentrierten wir uns dabei auf Damenschuhe. Hier ausgewählte Top-Modelle der Saison:

Print Friendly, PDF & Email