Tag 6: Lucca

Sind heute mit der Bahn von Florenz nach Lucca gefahren. Was für ein beschauliches Örtchen! Umgeben von einem breiten Stadtwall, auf dem man herrlich spazieren, radfahren, in der Sonne sitzen, auf der Wiese liegen kann. Im Vergleich zu Florenz ist es hier sooo still – unglaublich. Und endlich treffen wir mal auf gut gelaunte, freundliche italienische Kellner. Eine völlig neue Erfahrung (Gruß an Frank und Klaudia : Wir könnten jeden Abend italienische Pizza essen).

Dieser nette kleine Ort hat aber einiges an Kultur zu bieten. Beim diesjährigen Summer Festival spielen Oasis, Anastacia, Lenny Kravitz, Moby… Heute gibt es noch das Halbfinale eines Nachwuchswettbewerbs, wir werden uns die Sache mal ansehen. Jedenfalls mal kein Museum, keine Kirche (nur die Waldenserkirche von außen, einer von uns ist schließlich ein Waldenser und hatte Heimatgefühle) und kaum Marmor.

Hier die ersten Fotos:

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Tag 7: Lucca

Sind jetzt seit drei Wochen verheiratet. Und verstehen uns immer noch prächtig. Na gut, manchmal diskutieren wir über diese Blogeinträge. Eigentlich haben wir ja Aufgabenverteilung – einer kümmert sich um die Bilder, während der andere schreibt. Bei der Hitze heute stellte sich eine leichte Arbeitsunlust ein – aber nagut…

Heute war hier am Stadtwall ein riesiger Markt. Klamotten soweit das Auge reicht. Unterbrochen nur von zwei einzelnen Obstständen. Haben mal wieder nix gekauft. Wir sind lieber auf den Torre Guinigi geklettert – gefühlte 3000 Stufen hoch. Aber man hat eine tolle Sicht über die Stadt. Das Amphitheater sieht man leider nicht als komplettes Rund, aber das sieht von unten eh netter aus. Es wurde von der römischen Arena zum Marktplatz umgewandelt und es wohnt sich dort sicher auch nicht schlecht.

Da wir heute als Snack nur etwas Obst und ein Pfund Oliven auf dem Stadtwall hatten, gehen wir jetzt mal auf Nahrungssuche durch die Gassen. Fahren morgen übrigens ans Meer.

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Tag 8 und 9: Marina di Pietrasanta

Nach reichlich Stadtkultur sind wir am Meer angekommen. Hier gibt es keine Museen oder Sehenswürdigkeiten, dafür aber „Bagni“. Das sind die italienischen Badeanstalten, im Querschnitt: Parkplatz, Umkleidekabinen und Duschen, Restaurant und schirmbestückte Reihen aus Sonnenliegen. Alles durchorganisiert, für 15 bis 20 Euro pro Person und Tag zu haben. Auf fünf Kilometer gibt es hier Hunderte davon, aber nur einen fünfzig Meter breiten „Public Beach“. Der war gestern, Sonntag, brechend voll. Wir dachten: Am Montag sieht das sicher besser aus. Und wir lagen richtig: niemand war da, allerdings hat es auch wie aus Kübeln gegossen, der erste Tag mit schlechtem Wetter. Dabei hatten wir uns gestern Abend sogar entschieden, mal ein „Bagno“ auszuprobieren… Ansonsten hat unser Hotel nicht den im Internet versprochenen Pool, das Sonnendeck ist gesperrt und einen Internetzugang haben wir hier auch nicht, es sei denn wir zahlen 10 Euro pro Stunde. Mittwoch fahren wir nach Cinque Terre, dann wird alles gut. (Wir hatten ja erwartet, dass uns die italienische „Strandkultur“ völlig abgeht, und die Erwartungen sind voll bestätigt worden).

Das Wetter hat sich gegen Mittag gebessert und wir konnten doch noch ein Bagno testen. Ergebnis: Sonnenbrand

 

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Tag 10: Noch am Meer

Was wir heute gemacht haben, interessiert garantiert niemanden. Aber da sich hier jeden Tag Leute einfinden, die was von uns lesen wollen, kommt hier der heutige Bericht:
Wieder fünf Stunden unterm Schirm gelegen, wieder leckere hausgemachte Pizza gegessen, wieder zur netten Bar (Café, Restaurant, Eisdiele) gelaufen, um ins Internet zu können. Mussten schon vormittags zum Kaffee dort einlaufen, weil wir morgen nach Cinque Terre fahren wollen und noch eine Unterkunft brauchten. Mein Gott, was würden wir ohne Internet machen. Im Prospekt von Cinque Terre gibt es nur in zwei von den fünf Dörfern überhaupt Unterkünfte. Und in die beiden wollten wir eben nicht. Aber Dank der netten Bar (Café,…) konnten wir was für Mittwoch und Donnerstag buchen. Und dann gibt es auch wieder ein paar nette Fotos für unsere Leserschaft. Und wir können mal wieder ohne Bagno aufs Meer gucken. Diese aneinander gereihten Badeanstalten versperren einem nämlich immer den Blick und werben auch mit „Terrasse mit Meerblick“. Den Meerblick haben wir ab morgen wieder ¬ Strand dafür weniger, aber unsere sonnen- (eigentlich schattengeschädigte) Haut wird es uns danken.

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Tag 11: Cinque Terre

Mit Bus und zwei Zügen sind wir heute die 58 Kilometer nach Vernazza (Cinque Terre) gefahren. Hier ist es erholsam: keine Bagni, kein (motorisierter) Verkehr, freie Sicht aufs Meer, Klippen, Gischt, steile Gässchen usw. Verständigung ist auch kein Problem, weil Cinque Terre als Top-Destination in allen Ami-Reiseführern steht. Der Ort wird hauptsächlich von Tagestouristen bevölkert, so dass es am Abend schön ruhig wird. Jedenfalls: Reichlich Kontrast zum Rest der toskanischen Küste, die wir in den vergangenen Tagen erlebt haben. Zwischen den fünf Cinque-Terre-Dörfern gibt es viele Wanderwege durch die Klippen, morgen machen wir uns auf die Socken.

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