Tag 2: Valladolid – Campeche

Nach dem super, super, super Frühstück (war echt super) und einem Vormittag in Valladolid sind wir mittags mit dem Bus nach Campeche gefahren. 5 Stunden in einem auf gefühlte 13 Grad runter gekühltem Bus… Wir sehnten uns nach einer heißen Badewanne. In Campeche sind es jetzt am Abend noch 28 Grad, wir konnten nach 12 Stunden auch wieder etwas essen (das Frühstück hielt ’ne Weile vor) und sind jetzt zu faul/müde/unlustig, ein paar Fotos einzustellen, kommt dann morgen.

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Tag 3: Campeche

Drei mexikanische Staaten in drei Tagen. Nach Quintana Roo und Yucatan sind wir jetzt im Staat Campeche in der Hauptstadt Campeche. Gestern Abend wurde hier ein Straßenfest zum Dreikönigstag veranstaltet und auf einer Bühne wurden Spielchen mit den Kindern gemacht. Überall waren Tische aufgebaut und es gab reichlich Essen (das wird für uns noch ein dickes Ende nehmen). Auf dem Hauptplatz saßen die Leute konzentriert vor irgendwelchen bunten Blättern und unser erster Gedanke war Bingo. Aber bei dem Spiel handelt es sich um eine uralte, typisch campechianische (?) Lotterie, dem Bingo aber sehr ähnlich. Jeder Zahl ist ein Bild zugeordnet und die Lostrommel ist mit nummerierten Nüssen gefüllt. Ein älteres Modell haben wir dann heute im Museum gesehen.

Campeche war schon im 16. Jahrhundert eine wichtige Hafenstadt für Mexiko und der Reichtum führte zu einigen Piratenangriffen. Im 17. Jahrhundert schützte die Stadt sich dann mit dem Bau einer Festungsanlage und die alte Stadtmauer ist an vielen Stellen noch komplett erhalten und begrenzt den historischen Stadtkern. Einige Wachtürme sind zugänglich und teilweise kann man auf der Mauer entlang gehen. Von oben entdeckten wir dann den großen Markt und da wir eh mal aus der Sonne mussten, stürzten wir uns ins Getümmel. Wie immer ein Erlebnis: Schweine, Hühner, Obst, Gemüse, Klamotten, Essen, Trinken, Musik oder Spielzeug. Hier gibt’s alles. Natürlich mussten wir dort auch was essen. Lecker!

Die Mittagshitze (um die 30 Grad) nutzen wir jetzt zum bloggen und mittlerweile kommt auch warmes Wasser aus der Dusche (was um 6.30 Uhr noch nicht der Fall war). Naja, jetzt hätte es Kaltes auch getan.

Morgen fahren wir mit dem Bus weiter nach Villahermosa im Staate Tabasco, von wo wir dann übermorgen nach Chiapas starten. Dann aber mit dem Auto, weil die Straßen dann kurvig werden und die Busfahrer in der Regel nicht anhalten, wenn es einem Fahrgast schlecht wird.

:sunglasses: Die Fotos von heute müssen also auch für morgen reichen.   :hi:

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Villahermosa

Heute sind wir 6 Stunden mit dem Bus von Campeche nach Villahermosa gefahren. Man könnte sagen, ein ereignisarmer Tag, aber so eine Busfahrt kann einen ganz schön mitnehmen. Dabei waren die Straßen ziemlich gerade. Die ganzen Huppel zur Geschwindigkeitsbegrenzung (Topes) bringen den Bus aber so ins Schwanken, dass man auch da seekrank werden kann. Mit  dem Bus, das ist auf Dauer nix. In weiser Voraussicht haben wir ab morgen auch für eine Woche ein Auto gemietet und fahren nach Palenque und dann weiter nach San Cristobal de las Casas.

Villahermosa ist die Hauptstadt des Bundesstaates Tabasco. Das klingt so scharf, ist es aber nicht. Die Handelsstadt handelt auch heute noch gerne. Es gibt eine große Fußgängerzone mit vielen Geschäften, wobei jeweils ein Drittel Anteil auf Schuh- und Handyläden fällt. Das restliche Drittel teilen sich dann Klamottenläden, Friseure und Apotheken. Für größeres Sightseeing sind wir zu spät angekommen, aber das Essen ging auch bei irritiertem Magen schon wieder. Und es machte sich mal wieder bezahlt, das Hotel am Morgen übers Internet vorzubuchen, denn statt 1000 Pesos zahlten wir so nur 600. Das sind ca. 33 Euro und dafür legen wir unsere müden Häupter in einem verdammt bequemen Bett zur Ruhe.

Und hier kommt die 150. Bildergalerie von alo-reisen:

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Palenque

Ab heute sind wir im Mietwagen unterwegs und erste Anlaufstätte mit dem kleinen Flitzer (ohne Servolenkung) ist Palenque. Nachdem wir unser Hotel im Dschungel (naja fast) bezogen haben, sind wir direkt zu den Ruinen gefahren. Dort haben wir uns zuerst mit ein paar Tacos gestärkt. Es war wider Erwarten total leer dort, kaum Touristen und wenige Händler.

Palenque war eine bedeutende Mayastätte, liegt idyllisch am Hügel und heute ist erst ein Bruchteil der Bauten freigelegt. Am beeindruckensten sind dort der Palast und der Tempel der Inschriften. Erst 1952 wurde hier eine Grabkammer entdeckt. „Das Relief der 1952 gefundenen Grabplatte des Königs Pakal zeigt nach Ansicht des schweizerischen Publizisten Erich von Däniken kein Motiv aus der Mythologie der Maya, sondern einen Raumfahrer in einer Art Rakete. Diese These wird jedoch von der Maya-Forschung nicht gestützt und deshalb meist in den Bereich der Pseudowissenschaft verwiesen (Quelle: wikipedia).“ Überzeugt Euch selbst: hier. Nahezu alle Gebäude wurden mit feinen und detailreichen Stuckreliefs verziert, sowohl im Inneren als auch aus den Außenwänden. In der Mittagshitze hält man die Kletterei auf die Tempel aber nicht so lange aus und wir suchten Abkühlung beim Wasserfall Misol-Ha.

Jetzt sitzen wir gemütlich beim Bierchen am Pool und ruhen uns aus. Inzwischen hat es auch etwas abgekühlt und es sind nur noch 27 Grad.

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