Trübe Aussichten

Noch zwei Wochen bis zum Urlaub und wir planen schön vor uns hin. Tosita hat am Sonntag schon erzählt, dass es in Mexico-City regnen würde. Naja, schön warm und etwas Regen wäre ja allemal besser als diese Schneeberge hier bei uns, aber es kam noch schlimmer:

Ich war auf der Suche nach einer Unterkunft in der Nähe der Monarchfalter. Man sollte vielleicht doch was vorbuchen, da Anfang März die Saison bei den Schmetterlingen ist. Dabei stoße ich dann auf Horrormeldungen:

Das beschauliche Bergdorf Angangueo im Staate Michoacán steht vor der größten Katastrophe seiner Geschichte. Nach starken Regenfällen und Erdrutschen gibt es über 20 Tote, ein Großteil des Ortes ist völlig zerstört und das Militär ist zu Aufräumarbeiten angerückt.

Hier ein Video bei youtube

Statt Tourismus ist momentan eher Hilfe erwünscht und auch nötig. Zudem tobt in Mexiko der Drogenkrieg und im Süden gab es ein Erdbeben mit der Stärke von 5,9. Hätte ich Abenteuer gewollt, hätte ich Abenteuer gebucht. Bin frustriert.

 

1. Tag – Mexico City

Die Lufthansa-Piloten haben uns also nicht im Stich gelassen und gestern in knapp 11 Stunden an unsereren ersten Zielort geflogen. Am Flughafen habe ich in Vorfreude noch über die Mexikaner, die so viel Lebensfreude ausstrahlen geredet – ich konnte ja nicht ahnen, dass zwei davon im Flieger hinter uns sitzen. In welcher Lautstärke sich zwei nebeneinander sitzende Leute unterhalten können… Ansonsten recht ereignisloser Flug. Gutes Essen gab’s.

Vor zwei Jahren sind wir in kompletter Dunkelheit hier gelandet, das war schon beeindruckender. Da hatte man eher das Gefühl von der Stadt, die niemals aufhört. Dafür konnten wir diesmal den Popocatepetl und Ixtacihuatl sehen. Immigration und Zoll hat ewig (über eine Stunde) gedauert und dann sind wir ins Hotel. Kleinigkeit essen, ein Bier trinken und dann völlig fertig ins Bett (wann machen wir sonst mal eine Nacht durch?). In drei Etappen vier Stunden geschlafen, das war’s dann. Um drei haben wir dann ein bisschen nach Hause telefoniert, E-Mails abgerufen und sowas. Und jetzt warten wir auf Frühstück, treffen uns heute Mittag mit Tosita und sehen dann mal weiter.