Tag 2: Mexico City

Wie erwartet, waren wir heute Morgen die ersten Frühstücksgäste im Hotel. Und uns hat trotz nächtlichen Müsliriegeln mächtig der Magen geknurrt. Nach den lang ersehnten Huevos Rancheros ging’s uns dann besser und wir konnten losmarschieren: an der Kathedrale vorbei, über den Zocalo, ein Blick auf den Palast der schönen Künste und durch zig Calles mit interessanten Geschäften. Ein Laden bleibt hier nicht allein: da die Straße der Hühnerfleischläden, dort die Lampen-Gasse. Wer woanders Pollo oder die Erleuchtung sucht, hat Pech. Zur Mittagszeit haben wir uns dann mit Tosita und Cha (ist gerade aus der Schweiz zu Besuch) getroffen. Die waren auf unserer Hochzeit, und wir haben noch mal Einiges Revue passieren lassen und vor lauter Wiedersehensfreude vergessen, ein Foto zu machen. Mit dabei war auch Luigi aus Venezula, ein junger Student. Er macht gerade Urlaub in der Stadt. Seine Mutter kannten die Mädels mal vor 35 Jahren näher. Übrigens will Tosita im Sommer Cha in der Schweiz besuchen (da müssen wir dann natürlich auch hin). Bei der Rückkehr am Abend gab es auf dem Zocalo dann eine riesige Demo für bessere Bedingungen für Arbeiter im Transportgewerbe. Der ganze Platz war voll mit Menschen und Busse hatten die Straßen zugeparkt. Bevor der Mob richtig losging, haben wir uns zurück ins Hotel gemacht. Viel wird heute sicher nicht mehr passieren. Sind gaaanz schööön müüüde

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Tag 3: Mexico City

Nachdem wir 2008 nicht da waren, haben wir heute das allseits gerühmte Anthropologische Museum dann doch besucht. Ist wirklich toll. Ums kurz zu machen: Da werden alle alten Steine Mexikos und die dazu gehörenden Kulturen erklärt, Maya, Azteken, Tolteken usw. Das Museum liegt mitten im Bosque de Chapultepec. Der ist so was wie der Stadtgarten in Gelnhausen, nur im Größenverhältnis Mexico City angepasst und mit Taco-, Erfrischungs- und Krimskrams-Ständen. Echt mexikanisch eben. Nachmittags waren wir noch auf dem Torre Latino (182 Meter). Das war mal das höchste Gebäude Lateinamerikas. Von oben hatten wir einen tollen Rundumblick über die ganze Stadt – Wetter- und Smoglage stimmte heute. Wie bei unseren Städtetouren üblich, sind wir die ganze Strecke gelaufen, geschätzt: ein Halbmarathon. Hüften und Lendenwirbel haben sich bereits beschwert, wir werden halt auch nicht jünger…

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Tag 4: Mexico City

Das mit dem wenig laufen hat irgendwie heute wieder nicht funktioniert. Obwohl wir fast alle öffentlichen Verkehrsmittel genutzt haben: Metrobus, Metro und Bus. Interessant war vor allem die Metro. An jeder Station steigt einer ein, der etwas verkauft: 2 Päckchen Kleenex für 5 Pesos, gebrannte CDs für 10 Pesos, Kaugummi für 2 Pesos, gebrannte Filme für 10 Pesos… Die preisen ihre Ware in voller Lautstärke an – der Musikverkäufer hat noch ’ne Box im Rucksack, damit’s auch wirklich jeder hören kann.

Im Reiseführer wird der Spaziergang zwischen den südlichen Stadtteilen San Angel und Coyoacan gepriesen. So flanierten wir dann über die Francisco Sosa, eine der ältesten Straßen, mit Kopfsteinpflaster und Villen links und rechts. Coyoacan hat schöne Plätze und Märkte. Auf einem haben wir nach Mitbringseln für Lisa Ausschau gehalten – siehe Fotos.

Am Nachmittag waren wir noch in Tlatelolco im Norden. Der Plaza de los Tres Culturas bietet auf einen Blick Azteken-Ruinen, Kolonialkirche und Wohnbauten aus den 1960er Jahren. Morgen verlassen wir die große Stadt – wir brauchen jetzt Erholung!

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