Nerja 2

Haben gestern Abend Nerja erkundet. Ganz schön voll hier. Sonnenhungrige aus aller Welt, besonders aus England, haben hier ihr Zweitdomizil. Wir möchten gar nicht wissen, wie voll es hier im Sommer wird. Die Küste Nerjas ist  nicht mit mit Hochhäusern zugebaut wie manch andrer Ort, aber man sieht schon an der Restaurant- und Kneipendichte, was hier an Gästen erwartet wird. Samstag und Sonntag ist es jetzt recht voll, weil vor allem die Spanier aus dem Umland ein Wochenende am Meer verbringen wollen. Mal sehen, wie es morgen weitergeht.

Nerja liegt an einer Steilküste und die Buchten des Ortes sind nur über Treppen zu erreichen. Früher gab es wohl auch Wege am Steilhang entlang, aber die sind zum Großteil weggebrochen und gesperrt. Man muss also immer ganz hoch, durch den halben Ort und dann wieder runter. Am Playa Burriana, der Hauptbucht des Ortes, sind dann auch viele Restaurants (wo die Paella sogar draußen gekocht wird), Bars und öffentliche Toiletten. In den anderen Buchten ist man Selbstversorger. Einen schönen Blick hat man vom „Balcon de Europa“, einem Platz an den Klippen, der wie ein riesiger Balkon aussieht. Hier trifft sich Jung und Alt beim Eis oder Bier und tauscht Neuigkeiten aus. Wie bei Spaniern üblich: man redet laut und alle durcheinander -und vor allen Dingen wird dabei gut und lange gegessen. Wunderbar für Zuschauer und Zuhörer. Wir haben auch gut und lange gegessen, diesen Tag sehr genossen und unseren ersten Sonnenbrand des Jahres kassiert. 27. Februar, so früh waren wir noch nie.

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Frigiliana

Hier ist heute Feiertag: Dia de Andalucia. Deshalb sind wir heute auch in ein typisch andalusisches Dörfchen gefahren. Ok, war nicht so weit, denn Frigiliana ist nur 8 km von Nerja entfernt. Man findet hier noch die typischen engen Gässchen und per Gemeindegesetz sind die Bewohner verpflichtet, ihre Häuser regelmäßig zu kalken. Aber dafür haben sie den hiesigen „unser Dorf soll schöner werden Wettbewerb“ gewonnen. Und der Grund für unsere Fahrt die Fiesta: zum Mittagessen gab es schon Livemusik und die Party ging los. Die Ausgabe der kostenlosen Paella war für uns zu spät, bis dahin wären wir verhungert. So ganz haben wir uns an die spanischen Essenszeiten noch nicht gewöhnt. Und an das viele Olivenöl irgendwie auch nicht…

Ansonsten haben wir heute die restlichen Strände von Nerja mal begutachtet, aber die für uns perfekte Location am Strand gibt es irgendwie nicht. Wir sind in der Beziehung für hiesige Verhältnisse zu anspruchslos. Das Wetter war heute wieder mal genial und besonders schön ist es, dass die Sonne erst um 19.20 Uhr untergeht. Man hat so richtig viel vom Tag.

Apropos langer Tag. Wir haben sie heute  übrigens gefunden: die in Andalusien lebenden Norweger. Sie tarnen sich als Briten, reden englisch und kommen eigentlich aus Trondheim. Als wir erzählten, dass wir im November dort waren und es ja ziemlich kalt und dunkel war, sagten sie: aus diesem Grund sind wir hier – wie alle älteren Norweger!

;-)

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Nichtstun

…gehört auch zum Urlaub – und genau das haben wir heute getan. Am Strand gesessen, rumgelaufen, eingekauft, gekocht, gegessen und gelesen. So richtig schön abhängen und erholen. Und da Wochenende und Feiertag rum sind, ist hier wieder Vorsaison eingekehrt und nix mehr los. Herrlich. Allein mit König Alfons auf dem Balcon de Europa. Morgen werden wir aktiver,  aber heute bleibt’s beim süßen Nichtstun.

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El Torcal

Heute sind wir dann in den Parja Natural El Torcal gefahren. Aus dem weichen Kalkstein von El Torcal formte die Erosion bizarre Formen und Figuren. El Torcal liegt 1000-1300 m hoch und entsprechend kühl war es. Falls es jemand bemerkt hat, das war der Text aus unserem Blog von 2007 (copy and paste ist ja in) aber wieder passend. In den letzten vier Jahren wurde hier sogar das damals im Bau befindliche Besucherzentrum beendet und es gibt dort jetzt eine Ausstellung und besonders wichtig: ein Café. Es war nämlich morgens noch verdammt kalt… Es waren auch deutlich mehr Besucher dort. Der Parkplatz war gut gefüllt, aber auf dem riesigen Gelände waren wir trotzdem fast alleine. 2007 gab es noch drei (mehr oder weniger gut) ausgeschilderte Wege, heute nur noch zwei. Der dritte war wohl zu gefährlich und man sollte auch die anderen nur mit gutem Schuhwerk bewandern.
Danach haben wir in Antequera noch geguckt, was die Dolmen de Menga und Viera so machen. Die Grabkammer Cueva de Menga gehört zu den größten Megalithbauten Europas (um 2500 v. Chr.) und ist total faszinierend. Errichtet aus 31 Megalithen, wobei der größte Deckenstein rund 180 Tonnen wiegt. Archäologen fanden hier Skelette von über 100 Menschen. Hier haben die Spanier es nicht geschafft, das vor vier Jahren begonnene Besucherzentrum fertig zu bauen. Ist auch eine Nummer größer als in El Torcal. Momentan zahlt man immer noch keinen Eintritt und kann das Gelände unbeaufsichtigt erkunden.

Zurück sind wir auf Mini-Sträßelchen (O-Ton Olli) Richtung Nerja gefahren, haben Zitronen (eine) geklaut, Avocado versucht zu klauen (werden durch Zäune beschützt) und in einem kleinen Dorf gegessen. Bei einer Holländerin, der es zu Hause wohl auch zu kalt war. Morgen gehen wir hier noch in die Höhlen, also gibt’s wieder schöne Fotos. Hier aber die von heute. Die von 2007 sind hier und der ausgearbeitete Bericht hier.

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