Tag 5: Arches NP

Im Arches Nationalpark bei Moab soll es über 2000 Steinbögen geben. Wir haben nur einen Bruchteil davon gesehen, uns aber die schönsten herausgepickt. Anders als in vielen US-Nationalparks kann man im „Arches“ die Highlights nicht aus dem Auto sehen und fotografieren. Zum Double-O-Arch und zum Delicate Arch führen Hiking-Trails, die mal wirklich ihren Namen verdienen (ansonsten beginnt hier Hiking schon ab 0.3 Meilen…). Wir mussten teilweise ganz schön (bergauf) kraxlen, um ans Ziel zu kommen, und die schattigen Stellen sind noch komplett vereist. Nach sechs Stunden Hiking und Climbing hatten unsere Waden Arches genug und lechzten nach einer heißen Badewanne.

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Tag 6: Canyonlands

Noch haben wir von den roten Felsen nicht genug und deswegen den Weg in den Canyonlands Nationalpark gefunden. Wie schon gestern im Arches-Park, waren wir ziemlich allein auf weiter Flur. Der Teil des riesigen Canyonlands-Parks, in dem wir waren, heißt „Island in the sky“, weil es sich um ein Hochplateau handelt, von dem man auf die Canyon-Landschaften der beiden anderen, umliegenden Parkabschnitte herabblickt. Die Aussicht ist faszinierend, allerdings sollte man keine Höhenangst haben. Auch Arches gibt es hier. Unweit des Canyonlands-Parks liegt noch der kleine Dead Horse Point State Park, der einen beeindruckenden Blick von hoch oben auf eine Colorado-Schleife freigibt. Einst haben hier Cowboys wilde Mustangs auf dem kopfförmigen Plateau-Ende zusammengetrieben, den Plateau-Hals abgesperrt, sich die besten Pferde ausgesucht und den Rest dann mit Blick auf den 700 Meter tiefer fließenden Colorado verdursten lassen – daher der komische Name. Apropos Durst: Gestern in der Kneipe fragte man uns, was wir hier machen. „Die Deutschen kommen doch im Juli!“ Sollen sie machen – wir sind jetzt hier und haben bis jetzt jeden Tag genossen.

Haben heute Abend den noch fehlenden Teil (zur Erinnerung: wir waren ganz schön kaputt und durchgefroren) vom Arches NP nachgeholt. Die Bilder sind in dem Beitrag von gestern einsortiert.

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Tag 7: Mesa Verde

Langsam steht uns der Sinn nach etwas höheren Temperaturen und deshalb haben wir heute Utah verlassen und sind nach Mesa Verde gefahren.
Eigentlich hatten wir Mesa Verde nicht auf der Liste, da der Nationalpark imWinter mit Sommerreifen nicht befahrbar ist. Das Wetter in der letzten Woche war aber dermaßen gut, dass die Straßen abgetaut waren und wir die 20 Meilen Serpentinen in die Berge fahren konnten.

In Mesa Verde sind weitläufige Ruinen der Pueblo Indianer zu sehen, die direkt in die Felsen gebaut sind. Sie nennen sich Cliff Dwellings. Auf einer netten Tour mit einem unterhaltsamen Ranger konnten wir eine, der vor ca. 700 Jahren verlassenen Anlagen auch näher besichtigen.

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Tag 8: Chaco Canyon

Gestern sind wir zum Chaco Culture Nationalpark gefahren. Eine abenteuerliche 20 Meilen lange Sand-Piste führte hoch zum Park. Nach dem Besuch der Touristinformation stelllten wir fest, dass es hier natürliche Wegfahrsperren gibt. Um losfahren zu können, mussten wir sie aber nur fotografieren und schon konnte die Besichtigung des Parks beginnen, in dem zig Pueblos stehen, die man von außen und von innen anschauen kann. Erstaunlich, wie die Menschen hier schon vor tausend Jahren bauten. Auch viele Petroglyphen in den Felsen rundum sind gut erhalten geblieben. Am Nachmittag haben wir in einer Bar Superbowl geschaut und festgestellt, dass die Leute hier am meisten die Werbespots interessieren, deren Ausstrahlung zu diesem Zeitpunkt Millionen kostet. Dafür produzieren die Firmen allesamt neue, noch unbekannte Spots und versuchen besonders kreativ zu sein. Für einen Spot wurden USA-weit sogar 3-D-Brillen verteilt…

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Tag 9: Acoma Pueblo

Noch ein Pueblo: Etwas weiter südlich in New Mexico und hoch auf einem Felsen liegt Acoma Pueblo, wohl aus Vermarktungs-Gründen auch „Sky City“ genannt. Jedenfalls ist es die älteste durchweg bewohnte Stadt in den USA, denn hier leben immer noch einige Pueblo-Indianer in Häusern, deren Mauern zum Teil schon im 12. Jahrhundert errichtet wurden. Die Moderne ist aber auch hier eingezogen. Die meisten Acomas wohnen jetzt unterhalb des Felsens in richtigen Häusern, und wie uns berichtet wurde, haben die Männer gestern in den (nicht zu besichtigenden) Kivas, den in den Boden eingegrabenen Zeremonienstätten, den Fernseher eingeschaltet und Superbowl geschaut. Nach Acoma sind wir – unter anderem über die alte Route 66 – in einen Ort namens „Truth or Consequences“ gefahren. Was es damit auf sich hat und warum wir hier ein paar Tage bleiben wollen, sagen wir im morgigen Blog-Eintrag. Nur so viel: In unserem Zimmer steht eine große Badewanne für zwei.

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