Nordspanien-Tour

Während die beiden Mädels durch Europa unterwegs sind, werden wir uns auf Nordspanien beschränken. Morgen fliegen wir nach Bilbao und werden eine Tour durch Asturien und Galicien unternehmen. Küste, Berge und das Endspiel der Fußball-EM am Sonntag. Zwei Deutsche in Spanien beim Spiel elf Deutscher gegen elf Spanier. Wir werden uns sicherlich ganz ruhig verhalten …

Den ersten Tag verbringen wir an der asturischen Küste und werden dann zwei Tage in den Picos de Europa wandern. Wir werden berichten.

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Heidelberg, Konstanz, Zuerich, Mailand

Nachdem der Computer eben meinen ewig langen Text einfach geloescht hat, hier der zweite Versuch. Auf Rechtschreibung achte ich jetzt aber wirklich nicht mehr.

Mittlerweile sind wir schon in Mailand und fahren morgen weiter nach Venedig. Am Sonntagmorgen sind wir von Gelnhausen nach Konstanz am Bodensee gefahren, wobei wir zwischendurch ein paar Stunden in Heidelberg waren, wo Svenja den Mietvertrag fuer ihre Wohnung unterschreiben musste. Sie wurde am Bahnhof von ihrer zukuenftigen Mitbewohnerin im Smart abgeholt und ich bin mit dem Bus in die Stadt gefahren, wo ich sie dann getroffen habe. Der Ticketautomat war nicht ganz einfach zu verstehen, aber zum Glueck stand daneben ein Mann, der sich wohl als ehrenamtlichen Ticktetautomatenerklaerer sieht, und allen ouristen beim Ticketkauf in iherer eigenen Sprache assistieren kann. Egal ob Deutsch, Englisch oder auch Japanisch. Dass es dort so freundliche Menschen gibt hat mir die Stadt gleich sympathisch gemacht. Nach einem kurzen Abstecher in die Wohnung haben wir uns dann mit dem Fruehstuecksbrettchen von Svenjas Mitbewohnerin, das mit einem Stadtplan bedruckt ist, auf Erkundungstour begeben. Ich hatte ja schon von mehreren Leuten gehoert wie schoen Heidelberg sei, aber dass es wirklich SO schoen ist, hat mich dann doch etwas ueberrascht. Wir haben uns hauptsaechlich die Altstadt angeguckt und haben eine Kirche und die Uni-Bibliothek besichtigt. Dort haben wir sogar etwas fuer unsere Bildung getan und uns eine ueberaus interessante Kafka-Ausstellung angesehen. Mehr oder weniger… Ausserdem haben wir gelernt, dass man in Bibliotheken kostenlos halbwegs suabere Toiletten benutzen kann, eine Erfahrung, die in Zukunft sicher noch nuetzlich sein wird. Ueberhaupt haben wir dort einiges gelernt. Zum Beispiel, dass man seltsame Leute vor allem dann kennen lernt, wenn man seltsame Dinge tut. So fuehrte mein Foto von einem Muelleimer zu einer recht komischen Unterhaltung mit einem Hippie-aehnlichen Typ.

Nachdem wir unsere Rucksaecke wieder abgeholt hatten sind wir dann weiter nach Konstanz gefahren. Dort haben wir die naechsten drei Naechte bei Bekannten von Svenja verbracht, die uns angeboten hatten, bei ihnen zu uebernachten. Wir hatten wirklich Glueck mit dieser Unterkunft, denn nicht nur waren Moritz und Nadine sehr nett und haben uns viel von der Umgebung gezeigt, sie wohnen ausserdem in Litzelstetten nur etwa fuenf Minuten von einem tollen Strandbad entfernt, wo wir gleich nach unserer ankunft und spaeter nochmal schwimmen waren. Besser gelegen kann auch das beste Hotel nicht sein. Der Bodensee ist einfach ein toller Anblick. Wer sich nicht entscheiden kann, ob er am Meer oder in den Bergen Urlaub machen will, sollte hierhin fahren. Als wir vom Schwimmen zurueck waren, sind Moritz und Nadne mit uns noch in einen Biergarten gegangen, der direkt am Wasser liegt und uns beide sehr an Muenchen erinnert hat. Dort haben wir dann allerdings auch den groessten Nachteil des Bodensees kennengelernt: Muecken! Die haben uns, trotz der nach den ersten Erfahrungen mit ihnen getroffenen Vorsichtsmassnahmen, erbarmungslos zerstochen. Svenja haelt mit 71 Stichen den absoluten Rekord. Wegen den Muecken haben wir dann den Biergarten auch recht schnell wieder verlassen und uns in die Altstadt gefluechtet, wo Moitz uns eine private Stadtfuehrung gegeben hat. DIe Stadt habe wir uns dann am naechsten Tag nochmal bei Tageslicht angeguckt. Auffallend ist, dass es dort sehr viele Haeuser mit besonders schoenen Fassaden oder ungewoehnlichen Namen, wie zum Beispiel das Haus zum vorderen und hinteren Elefanten, gibt. Ueberhaupt ist konstanz, wie alle Staedte die wir bisher besichtigt haben, sehr schoen. An unserem zweiten Abend dort haben wir mit ein paar Leuten auf einem Berg gegrillt. Von dort hatte man einen so tollen Ausblick, dass wir am naechsten Tag gleich nochmal hin sind. Diesmal mit Kameras. Nachmittags hat Moritz uns dann noch ein bisschen mehr von der Umgebung gezeigt. Wir haben uns auf Reichenau zwei Kirchen angeguckt, dann eine alte Ruine besichtigt, waren danach in Birnau, einer ebenfalls sehr beeindruckenden Kirche, und zum Schluss hat Moritz uns noch seine Uni gezeigt. Von all diesen Orten hatte man, wie anscheinend ueberall in der Region, einen einfch unglaublichen Ausblick ueber den Bodensee.

Gestern sind wir dann von Konstanz weitergefahren Richtung Mailand, wobei wir einen zweistuendigen Zwischenstopp in Zuerich gemacht haben. Unser Gepaeck konnten wir, mangels Schweizer Franken, leider nicht einschliessen, aber wenn man man eine neue Stadt besichtigen kann, nimmt man auch mal ein paar Rueckenschmerzen in Kauf. Und so schwer war der Rucksack dann doch nicht. Von Zuerich hatte ich vorher kein wirkliches Bild vor Augen, aber ich haette nicht damit gerechnet, dass sich der Zwischenstopp dort so sehr lohnt. Wir sind recht planlos durch die Strassen geirrt und haben uns nur ab und zu an Busplaenen orientiert, scheinen aber die schoesten Ecken der Stadt gesehen zu haben. Zuerich liegt sehr schoen an einem Fluss und See und hat sich ausserdem fuer die EM ziemlich herausgeputzt. An einigen Ecken kann man da zum Glueck mit Euros bezahlen, sodass wir uns zuindest etwas zu Essen und ein paar Souvenirs kaufen konnten. Ziemlich erschoepft sind wir dann nach den erstaunlich langen zwei Stunden in Zuerich in den Zug nach Mailand gefahren.

Dieser Zug faaerht entlang der beeindruckensden Strecke, die ich je gesehen habe. Man faehrt ein grosses Stueck der Strecke durch die Alpen und kann Berge, Seen, Gebirgsbaeche und kleine Doerflein bewundern. Hier wuerde ich irgendwann auch gerne nochmal Urlaub machen… Als wir in Mailand angekommen sind waren wir etwas erholter, aber trotzdem nicht wirklich fit. Es folgte die Suche nach der Metro, die uns zur Jugendherberge bringen sollte. Ich weiss nicht, wie oft wir im Kreis gelaufen sind, aber wir sind schliesslich angekommen… Heute haben wir uns Mailand angesehen. Wir sind genauso planlos wie in Zuerich gewesen, aber hier war es irgendwie schwieriger, die wirklich schoenen Ecken der Stadt zu finden. Sicher, es gibt hier etliche Haeuser, die ganz nett sind, aber bis wir das wirkliche Touristenzentrum gefunden haben, hat es doch etwas gedauert. Aber insgesamt ist die Stadt auch sehr schoen und vor allem: es gibt hier super leckeres Eis. Die Sehenswuerdigkeiten haben wir dann doch gefunden. Es gibt eine ungaubliche, riesig grosse Basilika, die aber leider von etlichen Armband-Verkaeufern umringt ist und die wir uns auch nur von aussen angesehen haben. Ausserdem gibt es viele Sehenswerte Kleinigkeiten, wie zum Beispiel riesige Zahlenskulpturen von 1 bis 0 von denen wir so einige Bilder gemacht haben.

Unsere Jugendherberge ist soweit auch in Ordnung. Sie liegt in einem Vorort aber mit guter Metro-anbindung und ist sehr minimalistisch eingerichtet, aber sauber. Und sogar das Fruehstueck schmeckt. Morgen frueh gehts weiter zu einem der Highlights unserer Reise: Venedig.

Fotos kann ich uebrigens im Moment nicht hochladen, vielleicht ja in Venedig.

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Vorfreude auf das große Abenteuer

Nachdem ich jetzt 13 Jahre Schulstress endgültig hinter mir habe und auch die Abiturprüfungen endlich vorbei sind, werde ich mir in den nächsten vier Wochen erstmal eine kleine Auszeit gönnen. Allerdings – wer mich kennt, ahnt es wahrscheinlich schon – nicht zur Erholung. Dazu werde ich schließlich später noch mehr als genug Zeit haben. Stattdessen werde ich eine ziemlich anstrengende, aber ganz sicher schöne Tour machen und dabei mal wieder ein Stückchen mehr von der Welt kennen lernen. Denn dieses Jahr werden Svenja und ich einmal durch Deutschland durch und dann mit dem Interrail-Ticket quasi um Deutschland rum fahren.

Unsere Route umfasst einige der beliebtesten Reiseziele Europas, aber auch Städte, die ich vor ein paar Wochen noch nichtmal auf einer Karte gefunden hätte (ob das an der Unbekanntheit der Städte oder an meinen Erdkundekenntnissen liegt, lasse ich jetzt mal offen…). Wir werden morgen früh losfahren und dann nach einem kurzen Zwischenstopp in Heidelberg abends in Konstanz ankommen. Von dort aus werden wir erst nach Mailand, dann nach Venedig, Ljubljana und schließlich nach Rijeka fahren, wo wir uns dann erstmal ein paar Tage Badeurlaub gönnen werden. Und wenn ihr jetzt noch nicht neidisch seid: Das war erst die halbe Tour! Nachdem wir uns am kroatischen Strand ausreichend erholt und gebräunt haben, treten wir dann die Rückreise über Zagreb, Salzburg, Wien und Prag an, bis wir die letzte größere Zwischenstation erreichen: Berlin. Am 19.7. (nach fast einem Monat!) werden wir dann – wahrscheinlich mehr als erschöpft, aber um einige Erfahrungen reicher – wieder am Gelnhäuser Bahnhof ankommen.

Die Reisevorbereitungen sind jetzt endlich abgeschlossen. Das Ticket ist gekauft, die ersten paar Herbergen gebucht, der Rucksack steht bereit und wiegt nach dreimaligem Umpacken sogar „nur“ noch 15 kg – ich mache mir schon jetzt Sorgen, wie ich das alles vier Wochen lang mit mir rumschleppen soll… Ich denke, die nächsten Wochen werden nicht immer einfach werden – man muss ja schließlich auf so einiges verzichten, vom langen Ausschlafen bis hin zu sauberen Toiletten. Aber dafür wird es ein sicherlich unvergesslicher und einzigartiger Urlaub werden. Ich werde versuchen hier so oft wie möglich von unseren Erlebnissen zu berichten und so auch die Daheimgebliebenen oder anderweitig Verreisten daran teilhaben zu lassen. Und natürlich wird es auch Fotos zu sehen geben – wie hier das erste von mir und meinem „Wegbegleiter“ für den nächsten Monat.

              

      

Nachtrag von Anne am Sonntagmorgen, Bahnhof Gelnhausen:

Die Reise beginnt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sehen uns in einem Monat wieder.

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