Überführungsetappe

Bei leichtem Regen und Nebel in den Bergen sind wir heute nach Mexiko-Stadt gefahren. Jetzt sind wir zum Glück unser Auto los und fahren wieder Metrobus. Der hält direkt vor dem Hotel und die rote Linie fährt einmal die Nord-Süd-Strecke durch die Stadt. Heute passiert hier im Blog erstmal nix mehr. Wohnen direkt neben dem Theater Insurgentes, vielleicht gehen wir ja mal hin. ;-)

Orizaba Tag 3

Seit heute Nacht regnet es ununterbrochen. Ein idealer Tag für Museum, Cafés und Bücher. Vom Popocatépetl gibt’s nichts Neues, momentan spuckt er riesige Aschewolken und dort regnet es auch. Asche und Wasser, eine tolle Kombination.

Orizaba gefällt uns wirklich ganz gut. Das Gran Café de Orizaba hat eine fantastische Lage an der Kirche und dem Zocalo, aber es hat auch die unfreundlichsten und langsamsten Kellner der ganzen Stadt. Im Café El Interior in einer Bücherei sitzt man gemütlich im Hof, wird nett bedient und von klassischer Musik berieselt. Restaurants für Abendessen gibt es genug, so wirklich herausragend war bis jetzt noch keins. Gemüse fehlt auf den Speisekarten schon sehr. Es gibt hier vergleichsweise wenige mobile Taco-Stände, aber verhungern kann man auch hier ganz sicher nicht. Und mittags ist ein Tagesmenü empfehlenswert. Heute hatten wir eins der besonders leckeren Sorte: Sopa Azteca, Reis, Hühnchenroulade gefüllt mit Nüssen und Obst, Milchreis und Getränk für acht Euro – für uns beide. Das Los Olivos können wir nur loben.

In dem Museo de Arte de Estado haben wir eine Privatführung bekommen und neben Werken von Diego Rivera und Künstlern der Region auch Zeichnungen von Humboldt gesehen. Ansonsten planen wir gerade, was wir uns in den nächsten Tagen in Mexiko-Stadt so ansehen werden. Hoffentlich lässt der Regen dann mal nach.

Orizaba Tag 2

Heute machten wir einen weiteren Stadtrundgang. Bewölkt und angenehm frisch heute… In Mexiko kann man in jeder Stadt in die Regierungsgebäude gehen und die riesigen Wandgemälde besichtigen. Hier war das Gemälde jetzt nicht so beeindruckend, aber der Innenhof mit der Fahne war toll. Kaffeepause machten wir im Café im Eisenpalast. Das von Eiffel konzipierte Gebäude war 1889 auf der Industrieausstellung in Belgien ausgestellt und wurde von Orizaba gekauft. Bis 1991 diente es als Rathaus. Heute ist hier ein Café, die Touristeninformation, Bibliothek und Museen. Unter anderem ein Biermuseum, aber das brauchen wir Deutsche in Mexiko eigentlich nicht. Wir sind ja Kenner. Kaffee haben wir auch gekauft und in unserem Zimmer riecht es jetzt wie in einer Kaffeerösterei.

Eigentlich wollten wir morgen nach Amecameca fahren und uns den Popocatépetl aus der Nähe angucken. Der hat sich heute Morgen dann überlegt, mal etwas Show zu machen und auszubrechen. Momentan ist Warnstufe gelb, Stufe 2 und noch keine Evakuierung nötig. Aber zur Stufe rot gibt es nur noch eine dazwischen. Außerdem ist nach dem Erdbeben in manchen Straßen Amecamecas jedes zweite Haus beschädigt. Und Katastrophen-Tourismus wollten wir eigentlich nicht machen. So bleiben wir noch einen Tag länger in Orizaba.

Orizaba

Nachdem der gestrige Tag nicht ganz stressfrei war, kam uns das überraschend sehr gute Abendessen ganz gelegen. Man fühlt sich doch gleich besser. Die Nacht war eher scheiße, weil nicht klimatisiert. Mann, ist das warm und schwül hier. Den Morgen begannen wir dann mit einem Spaziergang in der nun marktfreien Stadt und einem netten Blick auf den Pico de Orizaba. Und um 9 Uhr kam dann wirklich der Typ vom Parkplatz und wir konnten unser Auto auslösen. Wir hatten ja schon das Schlimmste befürchtet, aber manchmal sind die Mexikaner richtig zuverlässig.

Jetzt sind wir für zwei Tage in der Stadt Orizaba und die gefällt uns bis jetzt richtig gut. Sauber und gepflegt, nette Wege durch die Stadt und am Fluss entlang. Beschilderung überall. Eine Wohltat. Und es gibt eine Seilbahn auf den Hausberg, von dem man dann einen schönen Blick auf die Stadt hat. Und überall wird man aufgefordert zu lächeln. Lächle, Du bist in Orizaba. Und so geht’s uns heute auch.

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